auslassen
Verb:

Worttrennung:
aus·las·sen, Präteritum: ließ aus, Partizip II: aus·ge·las·sen
Aussprache:
IPA [ˈaʊ̯sˌlasn̩]
Bedeutungen:
[1] aus einer Menge etwas nicht heranziehen, nicht verwenden
[2] Flüssigkeit ausrinnen lassen
[3] technisches Gerät nicht in Betrieb nehmen
[4] Fett verflüssigen
[5] Kleidung breiter oder länger machen
[6] seine Wut an jemandem oder einer Sache abreagieren
[7] reflexiv sich über eine Sache ausführlich äußern
[8] Lebewesen oder Sachen nicht mehr festhalten
Herkunft:
Das Verb auslassen setzt sich aus dem Adverb aus in der Bedeutung von „beenden, enden“ und dem selbständigen Verb lassen zusammen.
Synonyme:
[1] fortlassen, übergehen, überspringen
[2] ausrinnen lassen, entleeren
[3] ausgeschaltet lassen
[4] schmelzen, verflüssigen, zerlassen
[5] verbreitern, breiter machen, länger machen, verlängern
[6] abreagieren, entladen
[7] abhandeln, Thema behandeln, berichten, besprechen, darlegen, diskutieren, erörtern, erzählen, mitteilen, referieren, schildern, sich äußern
[8] freigeben, freilassen
Gegenwörter:
[1] einbeziehen, einschließen, vervollständigen
[2] einfüllen, verschließen
[3] eingeschaltet lassen
[4] einfrieren, härten, verfestigen
[5] verkürzen, kürzer machen, schmäler machen, verschmälern
[6] hinunterschlucken, sich abfinden, sich beherrschen
[7] verschweigen
[8] anleinen, einsperren, festhalten, verhaften
Beispiele:
[1] Menschen mit Arachnophobie sollten den ersten Stock mit seinen fetten Vogelspinnen auslassen
[1] Wenn die Regierungen der EU-Staaten die Distanz zu den Bürgern abbauen wollten, "wie können sie ein so für die Identität Europas wichtiges Element wie die Christenheit auslassen, mit dem sich die große Mehrheit seiner Bürger weiter identifiziert", sagte der aus Deutschland stammende Papst.
[2] Das Gegenlicht funkelt auf der Wasseroberfläche wie ausgelassenes Quecksilber.
[2] Beim Dünsten in einem zugedeckten Topf ohne Wasser wird der Krake bald eine violette Flüssigkeit auslassen.
[3] Hitzfeld: Oder »gutes Spiel, große Chancen«. Manchmal habe ich versucht, das Handy auszulassen, aber bei Loch acht oder neun habe ich doch gedacht: Jetzt muss ich wissen, wie’s steht. Ein Zwang.
[3] Bei dieser schwachen Batterie solltest du beim Starten des Autos das Radio auslassen.
[4] Inzwischen Kraut fein hobeln, Zwiebeln fein hacken, den Speck würfeln und in einem Kochtopf auslassen.
[4] Bienenwachs selbst auszulassen und zu reinigen erfordert reichliche Erfahrung.
[5] Man kann auch noch einiges an Naht auslassen.
[5] Die Änderungsschneiderei wird hoffentlich noch ein paar Nähte auslassen können.
[6] Man wolle sich, wie es scheine, tot oder lebendig seiner Person bemächtigen und die ganze Rache der Philister an seiner Simsonsmähne auslassen.
[6] Man darf nicht seinen Lebensfrust an einem Tier auslassen.
[7] Ich weiß nicht, warum sich die Leute so ungemein gehässig über meinen Österreichischen Rundfunk auslassen,
[7] Während sich das ältere Personal mürrisch und in sarkastischen Andeutungen über die neuen Öffnungszeiten auslässt, zeigen sich die Jüngeren flexibler.
[7] "Gewiß wird der Mahdi zurückkehren", hatte sich der Ayatollah Sharietmadari 1978 über die mögliche Rolle Khomeinis ausgelassen, "aber bestimmt nicht in einer Boeing 747."
[8] "O hättest doch nicht auslassen, Bub", jammerte die Alte, "dann hättest du eine arme Seel erlöst und wärest zudem noch ein reicher Mensch geworden."
[8] Der Hund muss auf Hörzeichen den scheinbaren Angreifer auslassen.
Übersetzungen:


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