verstreichen
Verb, transitiv:

Flexion

Worttrennung:
ver·strei·chen, Präteritum: ver·strich, Partizip II: ver·stri·chen
Aussprache:
IPA [fɛɐ̯ˈʃtʁaɪ̯çn̩]
Bedeutungen:
[1] eine verteilbare Masse auf einer Oberfläche auftragen
[2] Risse oder Löcher verfugen
Herkunft:
Derivation (Ableitung) des Verbs streichen mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) ver- im Sinne der Hervorbringung eines Resultates
Synonyme:
[1] anmalen, anpinseln, anstreichen, aufbringen, aufstreichen, auftragen, beschmieren, schmieren, streichen
[2] auffüllen, ausbessern, ausfüllen, ausgleichen, glätten, glattreiben, spachteln, verfugen, verkitten, verschmieren, verspachteln, zuschmieren
Gegenwörter:
[1] abbrennen, abhobeln, abfeilen, abkratzen, ablösen, abreiben, abschaben, abschleifen, abschmirgeln, abziehen, entfernen, wegkratzen
[2] aufstemmen, bohren, löchern
Beispiele:
[1] Alles über die Torte gießen und mit einem Teigschaber glatt verstreichen.
[1] Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und gleichmäßig auf beiden Marzipanplatten verstreichen.
[1] Wenn eine Lasur tropfgehemmt ist, kann sie sehr leicht verstrichen werden.
[2] Ein Falzbein ist ein nützliches Werkzeug, um Fugen zu verstreichen.
[2] Vor dem Tapezieren sollten Löcher und Risse in den Wänden mit Spachtelmasse verstrichen werden.
[2] Legen sie einen Veredelungsverband mit Bast an und verstreichen sie die Wunde mit Baumwachs.
Übersetzungen: Verb, intransitiv:

Flexion

Worttrennung:
ver·strei·chen, Präteritum: ver·strich, Partizip II: ver·stri·chen
Aussprache:
IPA [fɛɐ̯ˈʃtʁaɪ̯çn̩]
Bedeutungen:
[1] Zeit vergeht
[2] Ereignis, Möglichkeit versäumen; Frist verabsäumen
Herkunft:
Derivation (Ableitung) des Verbs streichen mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) ver- im Sinne der Hervorbringung eines Resultates
Synonyme:
[1] ablaufen, fortschreiten, vergehen, passieren, verrinnen, vorübergehen
[2] verabsäumen, verpassen, versäumen
Gegenwörter:
[1] zeitlich stillstehen
[2] ausschöpfen, nutzen
Beispiele:
[1] Die von unbewussten neuronalen Prozessen erarbeitete Lagebeurteilung "Höchste Gefahr" scheint das Verarbeitungsintervall zu verkürzen, wodurch eine größere Zahl von Einzelbildern innerhalb einer Sekunde erlebt werden kann – die Zeit scheint dann langsamer zu verstreichen.
[1] »… Der Tag war in Feierlichkeiten und Feierkleidern hingegangen; ein Teil der Nacht sollte wenigstens unter freiem, liebevollem Gespräch verstreichen«.
[1] Bis all das bei den Devisenmärkten ankommt und im Euro-Kurs honoriert wird, kann Zeit verstreichen.
[2] Ein Ultimatum, sich bis 15.00 Uhr zu ergeben, hatten die Rebellen zunächst verstreichen lassen, bis sie sich schließlich doch ergaben.
[2] In Antalya verstreicht ein Gerichtstermin nach dem anderen – ohne Ergebnis.
[2] Wer einen Flug storniert oder verstreichen lässt, fällt nicht um den gesamten Betrag um.
Redewendungen:
    • eine Gelegenheit verstreichen lassen
    • ungenutzt verstreichen lassen
    • Zeit nutzlos verstreichen lassen
    • Zeit verstreichen lassen
Übersetzungen:


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